LEBENSMITTEL-VERSCHWENDUNG: DAS TUN WIR DAGEGEN

Wir werfen jedes dritte Lebensmittel weg. Das sagt die WWF-Studie "Unser täglich Brot". Jährlich kommen so mehr als 18 Tonnen Lebensmittel zusammen, die wir verschwenden. Backwaren sind ganz vorne mit dabei. Erfahre hier, wie wir uns gegen die Verschwendung von Lebensmitteln engagieren.


 Eine Zahl aus dem Jahr 2015 hat uns schockiert: 1,7 Tonnen Backwaren landeten da im Tierfutter, in Biogas- oder Müllverbrennungsanlagen. Die Hälfte des weggeschmissenen Brotes geht auf die Kappe der Verbraucher. Der Rest sind Retouren aus Bäckereien und Handel. In kleineren Handwerksbetrieben sind die Retouren geringer. Das ist auch bei uns so. Unsere Roggenbrote backen wir zum Beispiel am Tage und verkaufen sie deshalb auch noch am nächsten Vormittag. Dann haben sie überhaupt erst die richtige Reife und den vollen Geschmack ausgebildet.

Unsere Retouren geben wir an die Eberswalder Tafel

Und natürlich schmeißen wir die Backwaren, die im Laden übrig bleiben, nicht in den Müll. Wir geben sie weiter an die Eberswalder Tafel.

Was man mit eigener Hände Arbeit hergestellt hat, schmeißt man nicht einfach so weg. Vielleicht ist das der Schlüssel zu weniger Verschwendung: ein Gefühl für die Herstellung von Lebensmitteln zu bekommen, am besten sogar möglichst viel selbst herzustellen.

Wie entsteht eigentlich Brot? Das müssen wir jeden Tag zeigen.

In unserer gläsernen Backwerkstatt können unsere Kunden jeden Tag verfolgen, wie viel Aufwand und Mühe dahintersteckt, wenn ein Brot entsteht. Was wir nicht sehen, aber dazu denken müssen, ist die Energie, die der Backofen braucht. Wir sehen auch nicht die Arbeit der Landwirte, die das Getreide für unser Brot anbauen. Oder die Mühe der Müller, die das Getreide zu Mehl vermahlen, damit wir es verbacken können. Und wir sehen nicht die vielen Ressourcen, die notwendig sind, damit das Getreide gedeiht und die Mühle mahlt.

Ein Brotbeutel für Genuss bis zur letzten Scheibe

All der Aufwand war sinnlos, wenn wir Brot wegschmeißen. Die Studierenden des Moduls Umweltmanagement an der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde haben deshalb einen Brotbeutel entwickelt, den wir am 6. Dezember erstmalig zu jedem Brot dazugeben. Darin kannst du dein Brot aufbewahren. Und auf dem Brotbeutel findest du wertvolle Tipps, wie du auch reiferes Brot bis zur letzten Scheibe genießen kannst.